Familie Altendorf sind wieder zurück von Varaldsøy. Wie versprochen, kommt hier ein kleiner Reisebericht.
Wir waren vom 26.06. - 10.07.2010 auf Varaldsøy.



 

Fisch:

Die Angelei war sehr, sehr mühsam. Der Dorsch war verschwunden – wir haben in den zwei Wochen insgesamt drei Dorsche gefangen. Zwei gehörten noch eindeutig in den Kindergarten die durften gleich weiter schwimmen. Einer war groß genug, der hatte 4,5 Kilo und war um die 60cm lang.
Köhler war mit Gummimakk gar nicht zu fangen – das lag vielleicht daran, dass die Haken zu groß waren oder der Makk nicht die richtige Farbe hatte. Meistens ist das, was im letzten Jahr fängig war im Folgejahr ja sowieso nicht mehr so angesagt.
Köhler haben wir eigentlich nur auf Pilker schwarz/silber 100-200g oder auf Makrelenvorfach gefangen. Die Menge war super – ich hab von unseren Fängen aber immer 90% wieder schwimmen lassen. Alles in allem haben wir in den zwei Wochen drei massige Köhler gefangen und viele Köhler, die schlecht gehakt waren und somit als Köderfisch dienten oder verletzungsbedingt in die Kühltruhe/Pfanne gewandert sind. Die meisten Köhler gab’s rund um Akersholmen, die Sandbank war eigentlich fast immer fischfrei…..



 

Pollack war fast unser Hauptfisch –eigentlich täglich mindestens einer, der die passende Größe hatte.
Leng war mit Naturköder nicht beizukommen. Wir haben zwei Leng gehabt, die um die 60 - 70cm hatten und auf unsere Pilker gegangen sind. Kleine Leng (2x) durften weiter schwimmen.
Makrele: Nullkommanix, in der Nachbarschaft gab’s mal ein oder zwei Makrelen.
Hering: eine Sonntagshering an den Untiefen vor Silda
Fazit zum Fisch: ich bin nicht der militante Kühltruhenangler, ich habe mir aber eindeutig mehr erwartet – zumal ich meiner Familie als Angelanfänger ein paar mehr Erfolgserlebnisse gegönnt hätte. Aber die hat sich nicht beeindrucken lassen und so hat meine Frau die größten Fische geangelt, mein Sohn die meisten, meine Tochter hatte den allerersten Fisch und die meisten Dubletten. Ich beim Angeln mit der Familie mehr an den Angeln und den Montagen rumgetüttelt und musste die Fische versorgen. Aber so ist das halt beim Familienangeln – wichtig ist das es meiner Familie gefallen hat und ich wahrscheinlich nicht mehr so häufig alleine beim Angeln bin. Dazu später mehr.



 

Zum Haus und den Vermietern:

Wie soll ich das beschreiben…. Ich war schon in allen möglichen Ferienhäusern in Europa, war campen im Wohnwagen, allinclusive in Hotels. Besonders bei unseren Ferienhausurlauben habe ich immer irgendwas gehabt, was mir irgendwie nicht gefallen hat. Es hat mir nicht den Urlaub verdorben, es hat mich aber immer irgendwie gestört oder beeinträchtigt – sei es die Lage, die Ausstattung oder irgendwelche überzogenen Nebenkosten am Urlaubsort.
Auf Varaldsøy habe ich von Anfang an das Gefühl gehabt, dass da alles passt, was ich mir unter einem Urlaub in Norwegen vorstelle.
Die Hütte (wir waren im Solbu) ist gut und gemütlich ausgestattet, die Lage prima zum relaxen. Klasse finde ich, dass Strom und Holz im Preis enthalten sind. Das kann bei anderen Ferienhäusern noch mal schön ins Geld gehen, wenn man bei schlechtem Wetter heizen will.
An solchen „Kleinigkeiten“, wie dem Terrassenofen, einem Wäscheständer merkt man, dass sich die Vermieter über die Ausstattung ihrer Häuser Gedanken machen oder eben auch Anregungen von Gästen aufgreifen. Marit und Haktor sind nett, und kümmern sich sofort um alle möglichen Anliegen.

Fazit zum Haus und den Vermietern:

Meine Frau und meine Tochter waren vor Norwegen die für mich größten Unbekannten bei dieser Reise – sie sind eigentlich die geborenen Pauschalurlauber. Hauptsache Sonne, all inklusive, und ein nettes Plätzchen am Pool. Nach einigen Männertouren nach Norwegen konnte ich Frau und Tochter überreden, nach Norwegen zu fahren – nächstes Jahr ist meine Frau wieder dran mit der Urlaubsplanung. Als wir am vorletzten Tag bei Marit und Haktor zum Bezahlen waren habe ich für 2012 (da bin ich wieder dran) wegen freien Terminen gefragt. Als meine Frau das mitbekommen hat, hat sie doch gleich für 2011 gefragt! Zufällig waren in den Ferien noch drei Wochen frei, die meine Frau dann gleich reserviert hat.
Dann fahren wir also nächstes Jahr im Juli/August drei Wochen ins Haus Maribu!!! Ich denke, das sagt eigentlich aus, wie wir es dort fanden. Für mich wird’s dann Norwegentechnisch ein besonderes Jahr, ich fahre im Mai noch 2 Wochen nach Ølve – 5 Wochen Norwegen ein einem Jahr hat man auch nicht alle Tage.



 

Das Boot:

Die 30-PS Boote sind für die Gegend topp, man fühlt sich auch bei Vollbelegung mit 5 Personen sicher. Der Preis für das 30-PS-Boot ist vergleichbar mit den Bootskosten in der Gegend. Es ist natürlich ein ordentlicher Kostenfaktor, der beim Bigboat und einem mehrwöchigen Urlaub entsteht. aber das muss sich jeder für sich entscheiden. Wir waren fast jeden Tag draußen – da haben wir nie bereut, das große Boot gemietet zu haben. Aber wenn man wegen schlechtem Wetter nicht raus fahren kann, ist es natürlich ärgerlich. Ich versuche im kommenden Jahr, wenn die drei Wochen anstehen, für einen Teil des Urlaubs ein kleines Boot und den anderen Teil des Urlaubs das große Boot zu mieten. Wenn wir drei Wochen fahren sollen natürlich auch Ausflüge und Wanderungen auf dem Programm stehen, was dieses Jahr natürlich zu kurz kam.



 

Was hat mir nicht gefallen:

Fällt mir eigentlich nichts ein, was mit den Vermietern und den Häusern zu tun hat.
Die Lage als Insel ist natürlich für diverse Unternehmungen nicht optimal, bei Ausflügen aufs Festland darf man nie vergessen, wann die erste/die letzte Fähre fährt.
Die Versorgung mit Bargeld ist natürlich nicht so wie in Deutschland. Am Anreisetag haben wir gleich versucht, die Geldautomaten in Odda zu plündern. Obwohl unsere Bank daheim versichert hat, dass wir jeder 10000 Kronen pro Tag bekommen, hat der EC-Automat meiner Frau und mir nur jeweils 5000 NOK spendiert. Auf die Kreditkarte gab’s an dem Tag dann gar nichts mehr… Als ich von Nachbarn mitbekommen habe, dass ich bei Marit und Haktor zwar in Euro bezahlen kann, die zwei dann aber auch Gebühren zahlen müssen, war natürlich im Urlaub noch mal Bargeldbeschaffung angesagt. Wir haben dass mit einem Ausflug nach Norheimsund verbunden. Das der Händler im Laden bei Einkäufen mit Kreditkarte auch mit Bargeld versorgen kann, haben wir erst zu spät mitbekommen.

So, dass soll es erst mal gewesen sein.

Mit freundlichen Grüßen

Nils Altendorf