Varaldsøy vom 22.08. bis 13.09.2011
Bei Marit und Haktor Åkre – Hytte Solbu

Am 22.08.11 ging um 6.30 Uhr die Fahrt von Werder/Havel nach Frederikshavn/Dänemark um mit der Stena Line nach Oslo über zu setzen.

18.30Uhr sollte die Abfahrt sein, aber 19,30Uhr legte Sie erst vom Kai ab. Am Dienstag früh legte sie pünktlich in Oslo an.
Der Zoll stand schon parat und schaute wen Sie raus holen konnten oder wollten. Vor uns zogen Sie 2 Ausländer und 3 VW Busse/Transporter mit
Anglern besetzt zur Kontrolle raus.Ich musste feststellen dass die Kontrollen stärker waren gegenüber den letzten Jahren.
Da in Oslo die Schippergate und die Radhusgate immer noch gesperrt sind,
mussten wir einige Umleitungen fahren um auf die E18 in Richtung Drammen zu kommen (aber sehr gut ausgeschildert).
 


 

Dann ging es über Drammen auf die E134 über Kongsberg  –  Notodden  - Selfjord-Haukeli ( der Tunnel war noch gesperrt wegen Bauarbeiten und durften in
Begleitung die alte Passstraße benutzen/tolle Serpentinen. Das besondere war, der Haukeli lag im Sonnenschein, was ja seltenheitswert hat.
Dann ging es zügig Richtung Odda wo wir ein Tankstopp machten, 1 Liter 95er 14.50Kronen, sowie zum Minibankautomaten um Kronen abzuheben/1€-7.82Kr.
Weiter durch den Folgefontunnel bis Arsnes um mit der Fähre nach Varaldsøy überzusetzen.
Auf den Weg kamen wir direkt an diesen schönen Wasserfall vorbei.
 

Gegen 16.00 Uhr kamen wir bei Marit und Haktor an. So konnten wir unsere Hytte beziehen. Haktor übergab mir das 30PS Boot sowie ein Benzinkanister mit 20l.
 

Vom Wetter waren die ersten Tage noch einigermaßen gnädig, so dass man mit dem Boot einige gute viel versprechende Punkte an fahren konnte.
Die Erfolge waren sehr mäßig, bis auf kleine Makrelen war sonst nichts zu machen. Mir ging es nicht allein so, es wurde allgemein von den anderen
Sportfreunden genau so mäßig gefangen. Auf der Sandbank vor Akreholmen sowie vor der Lachsfarm war es Fisch leer.
Den Übeltäter hatten wir schnell ausgemacht, ein Fischer legte seit Tagen seine Netze von der Lachsfarm schräge zum Plateau vor Silda,
dass zweite Netz vom Plateau schräge an Silda vorbei und das 3 Netz schräge hinter Silda. Somit waren die guten Plätze für uns gestorben,
bis auf kleine Lengs sowie mittlere Lump waren die Ergebnisse von allen mager. Bis auf den Fischer, seine Netze waren voll von Köhler und Seehecht,
zwischen 70 bis 110cm groß. Die kleinen Sachen wie Rotbarsche warf Er wieder ins Wasser, ein fressen für die Möwen. Kaum wurden die Netze entleert
waren sie auch schon wieder im Wasser. Durch dieses, hatten wir lange Wege mit dem Boot um an den Fisch zu kommen, auch an der Felswand gegenüber
rechts neben der Lachsfarm, wo davor schöne Blaulengs gefangen wurden, war nichts zu machen.
 

Am vierten Tag hatte ich endlich Glück, der Fischer holte gerade sein Netz an der Lachsfarm ein wo ich gerade war, rief der Fischer Fiske ,Fiske
und zeigte mir mit der Hand die Richtung, auch mein Echolot zeigte einiges an. Ungefähr 50 m weiter vom meinem Standort gab es die ersten Köhler
von 60 bis 90cm, insgesamt 5 Stück. So schnell wie der Schwarm da war, war er auch wieder verschwunden. Na, ja man durfte filetieren und die Truhe
durfte ihre Arbeit aufnehmen. Sonst gab es nur kleine Makrelen. Auch die Dauerbewohner (7 Wochen) Heike und Horst siehe Foto.
Besonders Horst sagte so ein schlechtes Jahr mit den Fängen hat er bisher nicht gehabt. Nach der ersten Woche bekamen wir langsam schlechteres
Wetter mit viel Regen und Wind bis 8ms. Manchmal kam soviel Wasser in den Fjord gedrückt das die Felsenbereiche vor den Hytten teilweise unter Wasser standen.
Teilweise war ein raus fahren mit dem Boot nicht möglich oder die Drift war so stark, das eine Angelei nicht möglich war.
 


 


 

Die Wettervorhersagen sahen auch nicht gut aus, da ein starkes Tief vor der Küste lag und von Amerika etwas vom Hurrikan rüber kam.
Es wurde von allen jetzt jede Möglichkeit ausgenutzt, die es Wettermäßig zuließ, um raus zufahren. Von den Fängen war es nicht besonders,
aber man freute sich über jeden kleinen Erfolg, Horst hatte noch aus 200m tiefe einen 80er Lump gefangen. Auch in der Hosentasche/Maurangerfjord war nicht viel los,
auch hier hatte der Fischer laufend mit ihren Netzen unterwegs.
 


 

4 Tage vor unserer Abfahrt hatten wir plötzlich Sonnenschein und ruhiges Wasser, was gar nicht angesagt war, plötzlich waren auch die Sildfischer da.
 


 

Ich fuhr mit dem Boot sofort ca. 50m an den das Netz heran und lies sofort meine Montage nach unten, bei ca. 60 bis 80m tiefe kräftiger Anschlag.
Beim hoch holen merkte ich schon, dass es etwas großes sein müsste, es war ein Köhler von ca. 100cm. Habe sofort den Pilker von der Montage ausgeharkt und
durch einen neuen ersetzt und gleich wieder ins runter gelassen .Jetzt ging es Schlag auf Schlag ein Köhler nach dem anderen, ich hatte gerade den sechsten,
da kam das kleine Beiboot vom Sardinenfischer zu mir ans Boot und gab mir zu verstehen, ich möchte doch einen größeren Abstand zum Netz nehmen,
da ich das Netz beschädigen könnte. Danach war es vorbei mit den Fängen.
 


 


 

Sardinen, die von den Köhlern noch ausgespuckt worden sind und Abnehmer waren sofort da. Das Bielefelder Ehepaar nahmen diese sofort als Köder,
Sie waren ja noch eine Woche auf Åkre. Durch diesen Fang wurde die Truhe besser ausgenutzt, mit dem Lachs zusammen hatten wir ca. 37 kg Filets.
Insgesamt muss man sagen, um an den Fisch zu kommen, musste schon ein erheblicher Aufwand betrieben werden, man merkte es auch an den Benzinkosten.
Auch Haktor meinte, es hängt wohl mit der ganzen Wetterlage zusammen.
Auch die Sportfreunde die bei Haukenes waren, sagten sehr mies dies Jahr. Selbst die Makrelen waren in den letzten Tagen nicht mehr bzw. noch kaum vorhanden.
 


 

Ein Tipp von der Mole genau in der Einfahrt konnte man mit Tauwürmer sehr gute Lippfische, zwischen 1 bis 1,5kg fangen (Abends). Es wurden einige raus geholt.
Bei Ablaufenden Wasser konnte man Sie sogar beobachten. Trotz des nicht immer schönem Wetter, kann man sagen, es waren schöne 3 Wochen auf Åkre.
Hier gebührt auch Marit und Haktor ein besonderen Dank, besonders für den bunten Abend im Holzhaus mit Fischspezialitäten sogar mir Fiskepudding (gebraten)
dieser war zuerst vergriffen, obwohl einige vorher eine andere Meinung hatten. Auch Lachs gab es besonders zu bereitet im Backofen sowie Salate.
 


 

Die Zusammenkunft sollte ca. 1 Stunde dauern, aber es wurde fast Mitternacht. Man kam aus dem Staunen nicht raus was plötzlich für Reserven an Getränken
in den einzelnen Hytten noch vorhanden waren. Es war eine klasse Runde. Wenn das Wetter es nicht zuließ aufs Wasser raus zufahren, wurden von uns
beiden kleine Ausflüge gemacht, nach Nordheimsund zum Steinsdalfossen usw..
 


 


 

Leider gingen die 3 Wochen zu schnell vorbei, so mussten wir uns für die Heimreise vorbereiten. Am Montag früh um 5.45 Uhr ging es mit der Fähre von
Varaldsøy nach Arsnes, von dort über Odda-Haukeli und Selfjord auf der E134. In Selfjord verließen wir die E134 und bogen auf den Rv 36 Richtung Sandefjord
(bessere Straße als die E134) um dort mit der Color Line /13.00Uhr um nach Strömstad/Schweden/ 15.30Uhr Überzusetzen.
 


 

Von Strömstad/Schweden fuhren wir nach Trelleborg um mit der TT-Line nach Rostock Überzusetzen. Gegen 9.00Uhr früh waren wir wieder zu Hause angelangt.
Wir werden im nächsten Jahr diese Strecke wieder wählen, da sie die schnellste und auch straßenseitig die bessere ist.
Tschüß
Varaldsøy/Åkre, bis 24.08.2012
in der Hytte 1
Hans - Christian Haber aus Brandenburg